Geschichte des Hauses

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In Spitz an der Donau schmiegten sich die ersten Häuser um den Tausendeimerberg. Die Geschichte unseres Hauses geht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Es zählt zu den ältesten Bauten von Spitz: Gotische Gewölbe und ein romanischer Torbogen zeugen davon. Das Anwesen wurde durch hohe Schutzmauern eingegrenzt. In alten Bildern, u.a. in der Pfarrkirche von Spitz, ist unser Haus mit herrschaftlichem Ausdruck zu finden.

Als Weinlesehof für Kloster Niederalteich diente es nicht nur zu Wohn- und Wirschaftszwecken, sondern auch zur Verteidigung. Schießscharten im Gebäudeinneren in den fast meterdicken Natursteinmauern geben Hinweise darauf.

Im 16. Jahrhundert, als das Anwesen nicht mehr im kirchlichen Besitz war und der wachsenden Bedeutung als zentraler Verwaltungsplatz entsprechend zum Gutshof und Herrenhaus transformierte, wurden große Teile barockisiert und mit einer schlösschenartigen Fassade geschmückt

Das mittlere Stockwerk war im wesentlichen mit repräsentativen Räumen ausgestattet, wie dies auch heute noch in seinem herrschaftlichen Charakter zum Ausdruck kommt.

In den unteren Räumen befanden sich die Weinkeller, die übrigen beherbergten über viele Jahre Stallungen für Pferde, welche Lastschiffe donauaufwärts zu ziehen hatten. Aus dieser Zeit stammt die noch erhaltene Hauszille, die bis ca. Mitte des letzten Jahrhunderts bei Hochwasser im hauseigenen Donaugarten eingesetzt wurde. Später dienten die Räume anderen Zwecken, etwa der Essigsiederei, als Obstdepot, Weinherstellung oder der Lagerung von Salz, welches auf der Donau befördert wurde und später im Waldviertel verkauft wurde. Man kann dies u.a. von den Berufen der Eigentümer des Anwesens, die in der Familienchronik verzeichnet sind, ableiten. Unter dem Dach, im obersten Stockwerk wurde das Heu für die Pferde gelagert, welches über einen Seilzug in den Innenhof herabgelassen wurde.